Am 24. Oktober 2026 fand im Tritolwerk eine groß angelegte Übung der Katastrophenhilfsdienst-Züge (KHD) des Bezirkes statt. Im Mittelpunkt stand die Bewältigung eines angenommenen Großschadensereignisses, bei dem es infolge mehrerer Gebäudeeinstürze zu vermissten und verschütteten Personen gekommen war. Ziel der Übung war es, die Einsatzkräfte bestmöglich auf derartige Ausnahmesituationen vorzubereiten und die Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten unter realitätsnahen Bedingungen zu festigen.
An der Übung nahmen alle vier KHD-Züge des Bezirkes mit insgesamt rund 160 Einsatzkräften und 40 Fahrzeugen teil. Zusätzlich waren mehrere Suchhundeeinheiten aus Niederösterreich, der Steiermark und dem Burgenland eingebunden. Gemeinsam galt es, die gestellten Aufgaben in vier unterschiedlichen Szenarien abzuarbeiten und die Rettung vermisster und verschütteter Personen unter anspruchsvollen Bedingungen zu trainieren.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den technischen Maßnahmen zur Sicherung und Stabilisierung eingestürzter Gebäudeteile. Um einen sicheren Zugang zu den vermissten Personen zu schaffen, mussten Trümmerbereiche beurteilt, instabile Bauteile abgesichert und geeignete Rettungswege geschaffen werden. Dabei kamen verschiedene Techniken und Gerätschaften zum Einsatz, insbesondere das Abstützen, Verbolzen und Spreizen von Bauteilen sowie das Sichern instabiler Konstruktionen.
Durch gezieltes Verbolzen und Abstützen konnten gefährdete Bereiche stabilisiert und Bewegungen von Bauteilen möglichst verhindert werden. Mithilfe von Spreizgeräten und weiteren technischen Hilfsmitteln galt es, schwere Trümmerteile kontrolliert anzuheben, auseinanderzudrücken oder so weit zu bewegen, dass ein Zugang zu den Verschütteten möglich wurde. Dabei war ein besonders umsichtiges Vorgehen erforderlich, da jede Veränderung an der Trümmerlage Auswirkungen auf die Stabilität des gesamten Bereiches haben kann. Die Einsatzkräfte mussten daher die einzelnen Arbeitsschritte genau aufeinander abstimmen und die Sicherungsmaßnahmen laufend an die jeweilige Situation anpassen.
Neben der technischen Menschenrettung spielte auch die Suche nach den vermissten Personen eine zentrale Rolle. Die Suchhundeeinheiten des aus Niederösterreich,Steiermark und dem Burgenland unterstützten die eingesetzten Kräfte bei der Lokalisierung möglicher Verschütteter unter den Gebäudetrümmern. Nach der Ortung galt es, einen sicheren Zugang zu schaffen und die Personen möglichst schonend aus ihrer Lage zu befreien. Dabei waren die enge Zusammenarbeit zwischen den Suchhundeteams und den technischen Rettungskräften sowie eine klare Kommunikation von entscheidender Bedeutung.
Die vier unterschiedlichen Szenarien ermöglichten es den KHD-Zügen, verschiedene Einsatzsituationen zu trainieren und die Handhabung der technischen Hilfsmittel unter realitätsnahen Bedingungen zu festigen.
Solche Übungen sind ein wesentlicher Bestandteil der Vorbereitung auf den Katastrophenfall. Gerade bei Gebäudeeinstürzen erfordern die Sicherung der Einsatzstelle und die Rettung verschütteter Personen ein hohes Maß an technischem Wissen, praktischer Erfahrung und Teamarbeit. Durch regelmäßiges Training können Abläufe verbessert, Handgriffe gefestigt und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einheiten gestärkt werden.
Die Übung im Tritolwerk bot den rund 160 Einsatzkräften sowie den beteiligten Suchhundeteams eine wertvolle Gelegenheit, ihre Fähigkeiten zu vertiefen und das gemeinsame Vorgehen bei komplexen Schadenslagen zu trainieren. Sie verdeutlichte, wie wichtig das Zusammenspiel von Sucharbeit, technischer Sicherung und gezielter Menschenrettung ist, um im Ernstfall rasch, sicher und effizient helfen zu können.
Ein herzliches Dankeschön gilt dem Bereitschaftskommando, bestehend aus Bernhard Etzersdorfer und Wolfgang Aichinger, für die sorgfältige Ausarbeitung und erfolgreiche Umsetzung der Übung.
Ein herzliches Dankeschön gilt auch der Feuerwehrjugend Strasshof, die bei der Übung die Rollen der verschütteten und zu rettenden Personen übernahm und damit einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Übung leistete. Ein weiterer Dank ergeht an den Versorgungsdienst des Bezirks, der während der gesamten Übung für die Verpflegung und Versorgung der eingesetzten Kräfte sorgte.
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(C) BFKDO Gänserndorf Presseteam (Thomas Geiter, Sandra Steindl, Michael Bäck)
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