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Großübung der Schadstoffzüge im Weinviertel

Großübung der Schadstoffzüge im Weinviertel bei MOL Austria in Korneuburg

Am 09. Mai 2026 fand auf dem Betriebsgelände der Firma MOL Austria in Korneuburg eine groß angelegte Schadstoffübung der Schadstoffzüge aus den Bezirken Gänserndorf, Mistelbach und Korneuburg statt. Rund 100 Einsatzkräfte nahmen an der bezirksübergreifenden Ausbildung teil und trainierten gemeinsam den Ernstfall bei Schadstoff- und Gefahrguteinsätzen.

Im Mittelpunkt der Übung standen drei realitätsnahe Szenarien, welche die Einsatzkräfte sowohl technisch als auch taktisch forderten.

Szenario 1: Personenrettung aus einem Überlaufring

Im ersten Übungsszenario, welches durch den Schadstoffzug Gänserndorf abgearbeitet wurde, wurde die Menschenrettung aus dem Überlaufring eines Lagertanks simuliert. Im Zuge routinemäßiger Kontroll- und Wartungsarbeiten wurde ein Arbeiter bewusstlos neben einer Rohrleitung aufgefunden, nachdem zuvor Feuchtigkeit sowie ein auffälliger Geruch im Bereich der Leitung festgestellt worden waren.

Die Einsatzkräfte rückten unter Schutzstufe 3 und unter Einhaltung sämtlicher Sicherheitsmaßnahmen in den Gefahrenbereich vor. Eine besondere Herausforderung stellte dabei die Zugänglichkeit dar, da der Zugang zum Lagertank lediglich über eine schmale Öffnung möglich war. Die bewusstlose Person wurde gerettet und die Umgebung gleichzeitig auf mögliche Schadstoffkonzentrationen kontrolliert. Besonderes Augenmerk lag dabei auf dem sicheren Vorgehen in engen sowie potenziell kontaminierten Bereichen.

Im weiteren Verlauf der Übung wurde zusätzlich angenommen, dass es beim eingesetzten Trupp zu einem Notfall gekommen war. Ein verunfallter Kamerad musste daraufhin von einem Rettungstrupp aus dem Gefahrenbereich gerettet werden. Für die Dekontamination der geretteten Personen wurde zudem eine Notdekontaminationsstelle aufgebaut.

Szenario 2: Stoffaustritt aus einem Lagertank

Im zweiten Szenario wurde ein Austritt von Acrylnitril aus einem Lagertank angenommen. Nach einem Druckabfall im Leitungssystem trat eine klare bis leicht gelbliche Flüssigkeit aus einer Flanschverbindung aus. Zusätzlich wurde ein stechender, lösungsmittelartiger Geruch wahrgenommen.

Die Aufgabe der Einsatzkräfte bestand darin, den Gefahrenbereich abzusichern, Messungen durchzuführen, den Stoffaustritt einzudämmen sowie geeignete Dekontaminationsmaßnahmen vorzubereiten. Gleichzeitig mussten die eingesetzten Schadstoffgruppen das richtige Vorgehen bei hochgefährlichen Chemikalien trainieren.

Szenario 3: Schadstoffaustritt bei der Schiffsanlegestelle

Das dritte Szenario spielte sich im Bereich der Schiffsanlegestelle ab. Während eines Umschlagvorganges trat bei einer Verladeleitung vermutlich Ammoniaklösung aus. Durch den Stoffaustritt bildete sich rasch eine sichtbare Dampf- und Nebelwolke, die mehrere Arbeiter erfasste.

Mehrere Personen klagten über Atembeschwerden und Augenreizungen, während eine Person bewusstlos im Inneren der Anlegestelle gerettet werden musste.

Die Einsatzkräfte mussten unter Schutzanzügen mehrere Menschen retten, kontaminierte Personen dekontaminieren, den Gefahrenbereich absichern sowie den Schadstoffaustritt unter Kontrolle bringen. Besonders die Zusammenarbeit der einzelnen Schadstoffzüge sowie die Koordination mehrerer Einsatzabschnitte standen dabei im Fokus.

Nach der Dekontamination wurden die verletzten beziehungsweise kontaminierten Personen durch das Österreichisches Rotes Kreuz übernommen und zur weiteren Versorgung abtransportiert.

Zusammenarbeit und Ausbildung im Mittelpunkt

Die Übung zeigte eindrucksvoll die hohe Professionalität und die gute Zusammenarbeit der Schadstoffeinheiten im Weinviertel. Durch die realitätsnahen Szenarien konnten wichtige Abläufe gefestigt und die Zusammenarbeit zwischen den Bezirken weiter verbessert werden.

Von dieser vorbildlichen Zusammenarbeit überzeugten sich auch zahlreiche Funktionäre aus Politik und Feuerwehrwesen. Unter den Vertretern der Politik befanden sich der Bezirkshauptmann von Korneuburg, Mag. Andreas Strobl, sowie der Bürgermeister der Stadt Korneuburg, LAbg. Christian Gepp, MSc. Seitens des Bezirksfeuerwehrkommandos Korneuburg nahmen Bezirksfeuerwehrkommandant Oberbrandrat Manfred Kreitmayer und der Leiter des Verwaltungsdienstes Verwaltungsrat Gerald Pany teil. Seitens des Bezirksfeuerwehrkommandos Gänserndorf war Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Brandrat DI Markus Fellner, MSc, anwesend.

Ein besonderer Dank gilt der Firma MOL Austria für die Möglichkeit, das Betriebsgelände für diese groß angelegte Übung zur Verfügung zu stellen.

Ebenso bedankt sich die Übungsleitung bei der Feuerwehr der Stadt Korneuburg, welche im Anschluss an die Übung die Versorgung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer übernahm.

Text & Bilder:

Presseteam BFKDO Gänserndorf 

Presseteam BFKDO Korneuburg (Zur Homepage HIER ) 

Presseteam BFKDO Mistelbach (Zur Homepage HIER

Weitere Bilder: HIER 

Waldbrandgefahr

Erhöhte Brandgefahr in Wäldern, Wiesen und Vegetationsflächen – Bitte helfen Sie mit, Brände zu verhindern! 

Die anhaltende Trockenheit erhöht derzeit das Risiko von Bränden in Wäldern, auf Wiesen sowie in allen trockenen Vegetationsflächen erheblich. Bereits eine kleine Unachtsamkeit kann ausreichen, um einen Brand auszulösen.

Wie in den vergangenen Tagen leider bereits mehrfach vorgekommen ist, kam es zu mehreren Bränden auf Wiesen, Feldern und in Vegetationsflächen. Auch der Bezirk Gänserndorf blieb davon nicht verschont. Diese Vorfälle zeigen eindrucksvoll, wie schnell sich Brände bei den derzeitigen Bedingungen entwickeln und ausbreiten können. Umso wichtiger ist es, dass wir alle besonders achtsam handeln und durch verantwortungsbewusstes Verhalten dazu beitragen, weitere Brände zu verhindern.

Mit verantwortungsvollem Verhalten kann jede und jeder dazu beitragen, unsere Natur zu schützen.

Brandgefahr vermeiden – Prävention

* In Wäldern und auf trockenen Vegetationsflächen nicht rauchen und keine Zigaretten oder andere glühende Gegenstände wegwerfen.

* Kein Lagerfeuer entzünden und nicht im oder am Wald, auf Wiesen oder in der Nähe trockener Vegetation grillen.

* Keine Kerzen, Fackeln oder sonstige offene Flammen in Wäldern oder auf Vegetationsflächen verwenden.

* Keine Funken oder andere Zündquellen verursachen.

* Fahrzeuge ausschließlich auf ausgewiesenen Parkplätzen abstellen, da heiße Auspuffanlagen und Katalysatoren trockenes Gras oder andere Vegetation entzünden können.

Verhalten im Ernstfall

Sollten Sie einen Brand in einem Wald, auf einer Wiese oder einer anderen Vegetationsfläche bemerken:

* Verlassen Sie den Gefahrenbereich umgehend – Ihre Sicherheit hat oberste Priorität.

* Verständigen Sie sofort die Feuerwehr unter dem Notruf 122.

* Achten Sie auf Windrichtung und Rauchausbreitung.

* Halten Sie Abstand zu Brandflächen sowie zu umsturzgefährdeten Bäumen oder anderen Gefahrenquellen.

Gemeinsam können wir Brände verhindern. Bitte handeln Sie achtsam und helfen Sie mit, Wälder, Wiesen und unsere gesamte Natur zu schützen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!