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Tag 1 - Batteriebrandbekämpfung – Herausforderung grenzenlos

Im Rahmen des ersten Tages der grenzüberschreitenden Interreg Veranstaltungsreihe „Batteriebrandbekämpfung – Herausforderung grenzenlos“ wurde umfassend über die zunehmende Verbreitung von Lithium-Ionen-Akkus sowie die damit verbundenen Gefahren für Feuerwehren informiert.

Hannes Kern erläuterte zunächst den Aufbau und die Zellchemie von Lithium-Ionen-Akkus und zeigte auf, warum diese brennen können. Thematisiert wurden mögliche Ursachen wie Kurzschlüsse, Überladung, mechanische Beschädigungen, Produktionsfehler und weitere thermische oder elektrische Einflüsse. Besonders ausführlich wurde der Ablauf eines Thermal Runaway mit Gasbildung, Druckanstieg und möglichen Ventinggasen behandelt.

Anschließend gaben Ulrich Cimolino und Hannes Kern einen Überblick über die vielfältigen Einsatzbereiche von Akkus – von Kleingeräten und Mikromobilität über Heimspeicher bis hin zu Pkw, Lkw, Bussen, Schiffen, Luftfahrzeugen und Großspeicheranlagen. Auch die zunehmenden Herausforderungen in der Abfallwirtschaft wurden aufgezeigt.

Im Mittelpunkt des Vortrags von Ulrich Cimolino standen anschließend weltweite Einsatzerfahrungen. Dabei wurden die besonderen Gefahren an Einsatzstellen sowie Grundlagen der Einsatztaktik und die Möglichkeiten und Grenzen der Feuerwehr dargestellt.

Zoltan Tanczos widmete sich den Themen Brandgase, deren Auswirkungen und der notwendigen Einsatzhygiene. Ergänzend wurden die Erkenntnisse durch Messungen und ein Einsatzvideo veranschaulicht.

Zum Abschluss beschäftigte sich Hannes Kern mit dem Umgang mit beschädigten Elektrofahrzeugen nach dem Löscheinsatz. Dabei wurde deutlich, dass ein Fahrzeug auch nach dem Löschen weiterhin ein Risiko darstellen kann. Behandelt wurden die sichere Übergabe, der Abtransport, geeignete Quarantäneflächen sowie die anschließende Verwertung und Entsorgung.

Fazit

Die Veranstaltung vermittelte praxisnahes Wissen über die technischen Grundlagen, Brandgefahren und taktischen Herausforderungen im Umgang mit Lithium-Ionen-Akkus. Besonders wichtig ist die Erkenntnis, dass die Gefahren mit dem Ende des sichtbaren Brandes nicht zwangsläufig beendet sind. Für die Feuerwehr gewinnen daher neben der eigentlichen Brandbekämpfung auch Einsatzhygiene, sichere Übergabe und die weitere Behandlung beschädigter Akkus und Fahrzeuge zunehmend an Bedeutung.


Für die zwei weiteren Folgetermine sind noch Plätze vorhanden und eine Anmeldung möglich. 

Zur Anmeldung 

Waldbrandgefahr

Erhöhte Brandgefahr in Wäldern, Wiesen und Vegetationsflächen – Bitte helfen Sie mit, Brände zu verhindern! 

Die anhaltende Trockenheit erhöht derzeit das Risiko von Bränden in Wäldern, auf Wiesen sowie in allen trockenen Vegetationsflächen erheblich. Bereits eine kleine Unachtsamkeit kann ausreichen, um einen Brand auszulösen.

Wie in den vergangenen Tagen leider bereits mehrfach vorgekommen ist, kam es zu mehreren Bränden auf Wiesen, Feldern und in Vegetationsflächen. Auch der Bezirk Gänserndorf blieb davon nicht verschont. Diese Vorfälle zeigen eindrucksvoll, wie schnell sich Brände bei den derzeitigen Bedingungen entwickeln und ausbreiten können. Umso wichtiger ist es, dass wir alle besonders achtsam handeln und durch verantwortungsbewusstes Verhalten dazu beitragen, weitere Brände zu verhindern.

Mit verantwortungsvollem Verhalten kann jede und jeder dazu beitragen, unsere Natur zu schützen.

Brandgefahr vermeiden – Prävention

* In Wäldern und auf trockenen Vegetationsflächen nicht rauchen und keine Zigaretten oder andere glühende Gegenstände wegwerfen.

* Kein Lagerfeuer entzünden und nicht im oder am Wald, auf Wiesen oder in der Nähe trockener Vegetation grillen.

* Keine Kerzen, Fackeln oder sonstige offene Flammen in Wäldern oder auf Vegetationsflächen verwenden.

* Keine Funken oder andere Zündquellen verursachen.

* Fahrzeuge ausschließlich auf ausgewiesenen Parkplätzen abstellen, da heiße Auspuffanlagen und Katalysatoren trockenes Gras oder andere Vegetation entzünden können.

Verhalten im Ernstfall

Sollten Sie einen Brand in einem Wald, auf einer Wiese oder einer anderen Vegetationsfläche bemerken:

* Verlassen Sie den Gefahrenbereich umgehend – Ihre Sicherheit hat oberste Priorität.

* Verständigen Sie sofort die Feuerwehr unter dem Notruf 122.

* Achten Sie auf Windrichtung und Rauchausbreitung.

* Halten Sie Abstand zu Brandflächen sowie zu umsturzgefährdeten Bäumen oder anderen Gefahrenquellen.

Gemeinsam können wir Brände verhindern. Bitte handeln Sie achtsam und helfen Sie mit, Wälder, Wiesen und unsere gesamte Natur zu schützen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!