Am 3. Oktober 2026 fand in Auersthal eine Übung des Schadstoffzuges Gänserndorf statt. Ziel der Ausbildung war es, verschiedene Tätigkeiten im Schadstoffeinsatz zu festigen und das sichere sowie koordinierte Arbeiten der Einsatzkräfte in unterschiedlichen Einsatzsituationen zu trainieren.
Zu Beginn der Ausbildung wurde die Ermittlung von Stoffdaten behandelt. Dabei wurde die praktische Ermittlung relevanter Stoffinformationen geübt und anschließend die wichtigsten Daten in ein Einsatzdatenblatt eingetragen. Dadurch konnten die Teilnehmer den Umgang mit den erforderlichen Informationen und deren strukturierte Dokumentation praktisch festigen. Im Anschluss an diese Ausbildungseinheit fand eine gemeinsame Feedbackrunde statt, bei der die durchgeführten Tätigkeiten besprochen, Erfahrungen ausgetauscht und mögliche Verbesserungen erörtert wurden.
Im weiteren Verlauf der Übung erfolgte der Aufbau des Dekontaminationsplatzes (Dekoplatz) durch die dafür eingeteilten Einsatzkräfte. Dabei wurde besonderes Augenmerk auf einen ordnungsgemäßen, übersichtlichen und zweckmäßigen Aufbau gelegt. Die einzelnen Bereiche und erforderlichen Ausrüstungsgegenstände wurden entsprechend vorbereitet, um im Einsatzfall eine rasche und strukturierte Dekontamination durchführen zu können.
Ein weiterer Schwerpunkt der Ausbildung lag auf dem raschen und richtigen Ausrüsten von Schutzanzugträgern. Dabei wurden die notwendigen Abläufe beim Anlegen der persönlichen Schutzausrüstung praktisch trainiert. Besonderes Augenmerk wurde auf ein sicheres und möglichst effizientes Vorgehen gelegt, damit die Schutzanzugträger im Einsatzfall rasch für ihre Tätigkeit vorbereitet werden können.
Zum Abschluss der praktischen Ausbildungseinheit wurden verschiedene Maßnahmen zum Auffangen und Abdichten von austretenden Stoffen praktisch durchgeführt. Dabei lag der Schwerpunkt auf einem strukturierten und sicheren Vorgehen bei Leckagen. Die Teilnehmer übten das Abdichten unterschiedlicher Austrittsstellen sowie den gezielten Einsatz geeigneter Abdichtmaterialien und Hilfsmittel. Zusätzlich wurde das Auffangen von ausgetretenen Flüssigkeiten trainiert, um eine weitere Ausbreitung des Stoffes zu verhindern und die Auswirkungen auf die Umgebung möglichst gering zu halten.
Am Nachmittag stand als weiterer Programmpunkt der Aufbau einer Pumpenlinie auf dem Ausbildungsplan. Dabei wurde der gesamte Ablauf von der Vorbereitung und Positionierung der benötigten Gerätschaften bis zum vollständigen Aufbau der Pumpenlinie praktisch durchgeführt. Besonderes Augenmerk wurde auf die richtige Handhabung der eingesetzten Geräte, die korrekte Verbindung der einzelnen Komponenten sowie auf ein sicheres und koordiniertes Arbeiten der Einsatzkräfte gelegt. Durch die praktische Übung konnten die erforderlichen Abläufe gefestigt und die Zusammenarbeit innerhalb der Mannschaft weiter verbessert
Solche Übungen sind ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung, um die Einsatzkräfte bestmöglich auf den realistischen Einsatzbetrieb vorzubereiten. Durch das regelmäßige praktische Training können Abläufe gefestigt, Handgriffe automatisiert und die Zusammenarbeit innerhalb der Mannschaft verbessert werden. Gerade bei Schadstoffeinsätzen sind ein ruhiges, strukturiertes und koordiniertes Vorgehen sowie die richtige Verwendung der persönlichen Schutzausrüstung und Einsatzmittel entscheidend. Die gewonnenen Erfahrungen tragen dazu bei, im Ernstfall rasch und sicher handeln zu können.
Unter den Übungsbeobachtern befand sich auch der Stellvertreter des Bezirksfeuerwehrkommandanten, BR Markus Fellner. Im Anschluss an die Übung dankte er allen teilnehmenden Einsatzkräften für ihr Engagement, die geleistete Arbeit und die Bereitschaft, sich laufend weiterzubilden. Dabei betonte er die Bedeutung regelmäßiger Übungen, um die Einsatzbereitschaft zu erhalten und die Zusammenarbeit bei anspruchsvollen Schadstoffeinsätzen weiter zu verbessern.